Mittelaltermarkt Pirmasens Eisweiher – unser erstes Lager

Der Markt ist zwar schon eine Weile her, zu dem Zeitpunkt hatten wir allerdings noch keine Homepage. Daher habe ich mich entschlossen, diesen Blogpost nachzuliefern 😉

Wir haben uns relativ kurzfristig entschieden in Pirmasens zu Lagern. Wir waren letztes Jahr, als der Markt zum ersten Mal statt fand, dort und waren total begeistert:

  • ein wunderschönes Gelände – alles auf einer Wiese mit vielen schattenspendenden Bäumen
  • ein tolles, abwechslungsreiches Programm
  • interessante, ansprechende Lager und Händler

Wir dachten schon, das klappt sowieso nicht mehr, da wir uns so spät angemeldet haben, aber wir hatten Glück – wir haben noch einen Platz bekommen. Zunächst ging es also daran, das Auto zu packen. Gar nicht so einfach. Ein Freund von mir nennt das ganze auch „Tetris“. Und er hat durchaus recht. Jeden kleinen Platz ausnützen, da war reinquetschen, dort was wieder rausziehen, um es wieder wo anders hin zu platziern. Nach schweißtreibender Arbeit hatten wir es dann aber geschafft. Und eines ist Fakt: das nächste Mal wieder das Ganze schon effizienter und schneller gehen 😉

Also los mit neumodischen Pferdestärken Richtung Pirmasens. Ein bisschen aufgeregt war ich doch. Schließlich war es unser erster Markt. Wie das alles wohl wird?

Die Ankuft

Nach kurzer Fahrt kamen wir auf dem Gelände an. Kurz den Veranstalter suchen und dann bekamen wir auch schon unseren Platz zugewiesen. Wie sich während des Wochendendes herausstellte, war dies ein augezeichneter Platz. Es war sehr heiß die ganzen Tage über und wir hatten einen tollen, schattigen Platz unter den Bäumen bekommen. Nun ging es daran, das Tetrispuzzle zu entwirren und erst mal das Zelt aufzuschlagen. Gesagt, getan. Bis wir letztlich alles – auch unser Bett usw. aufgebaut hatten, ist gerade mal eine Stunde vergangen. Klasse!

Während des Aufbaus haben wir natürlich auch schon mal unsere Nachbarn kennengelernt. Rechts von uns hatte eine Händlerin ihren Stand aufgebaut und links von uns bezogen Templer ihr Lager. Schnell wurden erste Worte gewechselt und die Sympathie war von Anfang an da. Nach getaner Arbeit stellte sich dann auch der Hunger ein. Also zogen wir los, um Holz zu holen, welches vom Veranstalter, den Waldläufern,  gestellt wurde. Nun noch die Feuerstelle anheizen und „kochen“ – da am Freitag noch keine Tagesgäste da waren, hat sich das Kochen auf Grillen beschränkt 😉

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Apropos Veranstalter. Da muss ich erst mal ein fettes Lob aussprechen. Die Organisation war optimal. Wir haben uns pudelwohl gefühlt und wurden bestens umsorgt. Ständig wurden wir gefragt, ob alles ok sei und ob wir noch etwas benötigen.

Abends fand noch ein Treffen bei den Waldläufern statt, um Organisatorisches zu besprechen. Auch, um die Nachtwache zu planen. Craig hatte sich mit Georg von Boulogne, unserem Templer-Nachbarn, zusammen getan und hat somit gleich in der ersten Nacht die Wache übernommen.

Ich war dann doch sehr müde und bin am ersten Abend recht früh ins Zelt gegangen. Craig hat noch das ein oder andere Pläuschchen mit den Nachbarn gehalten.

Der erste Tag

Wie das nun mal so ist, wenn man lagert und viele Menschen zusammen auf einem Gelände sind, schläft man nicht lange. Die erste Amtshandlung ist selbstverständlich das Feuer erneut zu entzünden, um eine Kanne Wasser aufzusetzen, um herrlich schwarzen Kaffee aufzubrühen. Ohne geht gar nicht.

Es ist wirklich ein wunderschönes Ambiente am frühen Morgen. Langsam erwacht das Leben auf dem Markt, immer mehr Feuer werden angezündet. Alles ist so friedlich und gemütlich.

Nach dem Frühstück wurde es dann auch schon etwas umtriebiger auf dem Gelände. Offiziell machte der Markt um 12 Uhr auf, jedoch kamen die ersten Tagesgäste schon etwas früher und schauten sich um. Das war schon etwas seltsam für uns im ersten Moment. Bisher waren wir immer die Tagesgäste gewesen. Nun waren wir „auf der anderen Seite“.

Gegen 15 Uhr hieß es dann für alle teilnehmenden Horden, sich auf dem großen Platz zu sammeln oder aber kurz vorher am Eingang zu sein, um am Einzug teilzunehmen. Es wurde der Bürgermeister und diverse andere Personen begrüßt. Anschließend stellte sich jede teilnehmende Gruppe vor. Ich muss ja zugeben, das ist gar nicht meins. Darauf hätte ich gerne verzichten können. Ich bin doch so schüchtern :P. Aber was soll´s, wir mussten da durch. Wobei – fast hätten sie uns doch glatt vergessen. Erleichterung keimte in mir auf…aber dank der Aufmerksamkeit der obersten Waldläufers mussten wir dann doch ran. Naja, ich habe es dann Craig „überlassen“ uns vorzustellen. Hihi. Er hat sich auch wahnsinnig darüber gefreut 😉

lagerNach der ganzen Aktion sind wir dann wieder zurück ins Lager. Wir wollten langsam anfangen mit Kochen. Also fingen wir an, Gemüse zu schnibblen. Es sollte eine Art Gulasch werden. Das war wirklich äußerst lecker. Und da wir definitiv zu viel gemacht hatten, der halbe Kessel war gefüllt, haben unseren Nachbarn auch noch davon abbekommen. Alle waren begeistert.

Als es langsam dämmerte, wurden immer mehr Lampen, Laternen, Fackeln und Lichter in den Lagern entzündet. Das sah wirklich wunderschön aus. Auch wir stellten Fakeln auf. Am Abend sollte es eine große Feuershow geben. Auch wir gesellten uns dorthin. Es war wirklich sehr viel los, so dass wir auch nicht so viel gesehen haben.

Nach der Show leerte sich das Gelände sehr schnell, die meisten Tagesgäste gingen nach Hause. Also gingen wir zum gemütlichen Teil des Tages über. Im Templer-Lager saßen wir noch eine Weile zusammen und haben den ein oder anderen Trank zu uns genommmen.

Der zweite Tag

Auch wenn ich mich wiederhole, morgens ist das Ambiente einfach klasse. Das haben wir total genossen. Am Sonntag ging der Markt etwas früher los, dass das die ersten Tagesgäste auch nicht lange auf sich warten ließen.

DSC_1415Auch heute war es ausgesprochen warm. Georg und Craig kamen auf die grandiose Idee, eine „Theke“ zwischen unsere beiden Lager zu bauen. So waren wir an diesem Tag gut mit kalten Getränken versorgt.

Eigentlich war der Plan am Sonntag Abend gegen 19 Uhr abzubauen und nach Hause zu fahren. Wie gesagt eigentlich…wir hatten jedoch so viel Spaß zusammen, dass wir kurzum beschlossen haben, noch einen Tag zu verlängern und erst am Montag morgen abzubauen. Das hieß jedoch auch, dass wir noch einmal etwas kochen sollten. Also haben wir alles was in den beiden Lagern zu finden war, zusammen geschmissen und einen Eintopf gekocht. War auch sehr lecker und vor allem, wir waren alle satt.

DSC_1430Während gegen später, als der Markt geschlossen hatte, die Meisten mit dem Abbau beschäftigt waren, verbrachten wir gemeinsam mit den Templern einen gemütlichen Abend.

Fazit:

Absolut toller Einstieg in das Lagerleben. Vom Gelände über die Organisation, das Wetter bis hin zu den tollen Leuten, war einfach alles super. Wir sind schon gespannt, wie das nächste Mal wird.

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